Straßen und Plätze in Pieschen

Altpieschen

Arno-Lade-Straße

Die heutige Arno-Lade-Straße am Rande des Pieschener Dorfkerns trug ursprünglich den Namen Dorffrieden, wurde jedoch ab 1904 Yorckstraße genannt. Als „Dorffrieden“ bezeichnete man früher den meist von einem Zaun umgebenen Kernbereich des Ortes, in dem besondere Rechtsverhältnisse galten. Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (1759-1830) schloss als preußischer Generalmajor 1812 die Konvention von Tauroggen, die als Auslöser der antinapoleonischen Befreiungsbewegungen in Deutschland gilt. Mitte der Zwanziger Jahre entstanden zwischen Yorck- und Rehefelder Straße einige Wohnbauten der GEWOBAG, die von Hans Richter entworfen wurden (Foto). Hier gab es auch ein der Wärmeversorgung der Gebäude dienendes kleines Heizwerk, eine Zentralwäscherei und mehrere Läden. Richter ist vor allem als Architekt der Trachauer Siedlung bekannt.

Am 28. Mai 1946 wurde die Yorckstraße in Arno-Lade-Straße umbenannt. Arno Lade (1892-1944), der in Pieschen auf der Wurzener Straße 12 wohnte, gehörte seit 1920 der KPD an und war ab 1924 Stadtrat in Dresden. Außerdem war er Mitglied des Betriebsrates der Dresdner Straßenbahn. Nach 1933 engagierte er sich im antifaschistischen Widerstand und wurde mehrfach verhaftet. 1944 verstarb Arno Lade an den Folgen eines Gestapo-Verhörs im Dresdner Polizeigefängnis.

Barbarastraße

Die Barbarastraße entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Bebauung der Freiflächen nördlich der Bahnlinie. Am 5. Februar 1878 hatte die Gemeinde Pieschen ein Ortsgesetz erlassen, wonach neue Fabrikbauten in dem Gebiet zwischen Eisenbahn und Großenhainer Straße konzentriert werden sollten. Daraufhin siedelten sich hier bis zur Jahrhundertwende eine Reihe von Unternehmen an, darunter die Nähmaschinenteile-Fabrik Würker und die Filz- und Strohhutfabrik Gebr. Köckritz. Ihre Namen erhielt die Straße, wohl wegen ihrer Lage im Industriegebiet, nach der Schutzpatronin der Berg- und Hüttenleute und der Artilleristen.

Filz- und Strohhutfabrik Gebr. Köckritz (Nr. 41): Das Unternehmen wurde 1879 ursprünglich in Radeberg gegründet und 1896 nach Pieschen verlegt. Drei Jahre zuvor, am 15. April 1893, hatten die Gebrüder Clemens und Ernst Köckritz einen Bauantrag zum Bau eines Fabrikgebäudes und einer Villa auf dem Grundstück Barabarastraße 41 gestellt, dem auch stattgegeben wurde. Nach Fertigstellung der "Villa Barbara" und der Fabrikationsgebäude öffnete 1896 die Filz- und Strohhutfabrik der Brüder.

Das Unternehmen existierte bis Anfang der 1930er Jahre. Nach der Produktionseinstellung baute man die Gebäude für Wohnzwecke um. 1935 werden im Adressbuch der Stadt Dresden mehrere Mieter in den Eingängen 41 b, c und d aufgeführt. Zu DDR-Zeiten diente die Villa (Nr. 41) als Betriebskindergarten des benachbarten Nähmaschinenteilewerks. Nach der Wende erfolgte eine umfassende Sanierung und der Umbau des Gebäudes als Büro- und Wohnhaus.

Nähmaschinenteilewerk (Nr. 43): Der Betrieb wurde 1897 von Karl Würker auf der Großenhainer Straße 109 gegründet. Würker war zuvor als Kontorist in einem Zulieferbetrieb der Nähmaschinenfabrik Seidel & Naumann beschäftigt, machte sich dann jedoch zusammen mit einem ehemaligen Arbeitskollegen selbstständig. Das Unternehmen stellte ebenfalls Teile für Nähmaschinen, vor allem Schiffchen her und wurde 1900 zur Barbarastraße 43 verlegt. Ab 1912 firmierte es unter der Bezeichnung Würker & Knirsch AG.

Ein weiterer Betrieb produzierte ab 1898 in den Gebäuden der ehemaligen Ziegelei in Kötzschenbroda. Diese Firma war 1868 vom Mechaniker Gustav Schmidt ebenfalls in Dresden gegründet worden, bezog jedoch aus Platzgründen 1896 die Gebäude der Höppnerschen Ziegelei in Kötzschenbroda. Gefertigt wurden vor allem Nähmschinenschiffchen und andere Kleinteile.

1918 vereinigten sich beide Unternehmen zur Nähmaschinen-Teile-Aktien-Gesellschaft (Nähmatag) und entwickelten sich mit zu 1000 Angestellten zu einem der wichtigsten Betriebe der Branche. 1945 unter sowjetische Zwangsverwaltung gestellt und 1946 als VEB Nähmaschinenteilewerke Dresden verstaatlicht, entstanden in dem ausgedehnten Gebäudekomplex noch bis 1990 Kleinteile für den Nähmaschinenbau, bevor der Traditionsbetrieb Konkurs anmelden und seine Produktion einstellen musste. 2015 begann der Umbau der ehemaligen Betriebsgebäude zur Wohnanlage “Barbarahof”.

Die kurz vor dem Ersten Weltkrieg angelegte Braunschweiger Straße erhielt ihren Namen am 3. Februar 1911. Namensgeber ist die niedersächsische Stadt Braunschweig.

Die heutige Coswiger Straße wurde 1883 zur Erschließung des Pieschener Industriegebietes angelegt und zunächst Kleine Maschinenhausstraße genannt. Nachdem die nahegelegene Große Maschinenhausstraße drei Jahre später in Fabrikstraße umbenannt worden war (heute Riesaer Straße), änderte sich der Name in Maschinenhausstraße. Nach der Eingemeindung Pieschens erfolgte 1897 die Umbenennung nach der Stadt Coswig. Im Eckhaus zur Riesaer Straße (Nr. 17) befand sich einst das Hotel Coswiger Hof.

Eschebachstraße

Die Eschebachstraße, 1911 im Nordteil der Pieschener Flur angelegt, verdankt ihren Namen dem Industriellen Carl Eschebach (1842-1905). Eschebach begann seine berufliche Laufbahn als Klempner und war gründete 1872 die Eschebach-Werke. Das Unternehmen wurde vor allem als Hersteller von Küchenmöbeln und Haushaltwaren bekannt und hatte seinen Stammsitz seit 1900 auf der Riesaer Straße in Pieschen.

Die Friedewalder Straße entstand erst in den 1990er Jahren und führt von der Hubertusstraße in ein Wohngebiet. Zur Erschließung der kleinen Siedlung wurde außerdem der Friedewalder Weg angelegt. Beide Straßen erhielten ihre Namen im Juni 1994 nach dem Luftkurort Friedewald, heute ein Ortsteil von Moritzburg.

Die Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Grimmaische Straße erhielt 1880 nach ihrer Lage den Namen Thalstraße. Da es nach der Eingemeindung Pieschens nach Dresden eine weitere Talstraße in der Äußeren Neustadt gab, machte sich eine Namensänderung erforderlich. Der Name Grimmaische Straße erinnert an die Stadt Grimma an der Mulde in der Nähe von Leipzig. Die ursprünglich bis zur Hubertusstraße durchgehende Straße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Bau einer Kleingartenanlage unterbrochen.

Großenhainer Straße

Die Hans-Sachs-Straße wurde im Zusammenhang mit dem Bau einer kleinen Wohnsiedlung um 1895 angelegt. Ihren Namen erhielt sie 1896 nach dem Dichter Hans Sachs (1494-1576), der durch seine volkstümlich-kritischen Stücke bekannt wurde. Die ersten Wohnhäuser entstanden Ende des 19. Jahrhunderts für Pieschener Arbeiterfamilien. In den Eckhäusern zur Kleiststraße (Nr. 14) und zur Seumestraße (Nr. 23) gab es mit der "Kleistschänke" und dem "Köpenicker Hof" zwei für die Vorstadt typischen Eckkneipen.

Zwischen 1912 und 1914 errichtete an der Hans-Sachs- und der benachbarten Marienhofstraße der Dresdner Spar- und Bauverein die sogenannten “Palmié-Häuser” (Foto). Architekt der kleinen Wohnanlage (Nr. 33-35) war Heinrich Koch. In den Zwanziger Jahren wurden am Straßenrand zahlreiche Gingko-Bäume angepflanzt. Die ursprünglich aus China stammenden Bäume bilden eine der in Sachsen äußerst seltenen Gingko-Alleen und stehen seit 2004 unter Naturschutz.

Heidestraße

Die Heidestraße, Teil eines alten Verbindungsweges zwischen Pieschen und der Dresdner Heide, führt durch das Pieschener Fabrikviertel. 1879 hatte die damals noch selbstständige Gemeinde Pieschen das Areal zwischen Eisenbahn und Großenhainer Straße per Ortsgesetz als Industriegebiet ausgewiesen. Der in diesem Zusammenhang ausgebaute Weg erhielt 1886 den Namen Haidestraße. Seine westliche Verlängerung wurde zwischen 1892 und 1897 Moltkestraße genannt, bevor man den Abschnitt zwischen Riesaer und Großenhainer Straße ebenfals der Haidestraße zuordnete. 1906 wurde die Schreibweise in Heidestraße verändert.

Ende des 19. Jahrhunderts begann in mehreren Abschnitten der Bau von Fabriken und anderen gewerblichen Unternehmungen. Zu diesen gehörte u.a. Königs Malzfabrik (Nr. 1-3), die Dresdner Wäschemanufaktur Grohmann und Senf (Nr. 36) und das "Goehle-Werk" der Zeiss-Ikon AG (Nr. 2-4). Im Eckhaus zur Großenhainer Straße (Nr. 15) befand sich um 1910 die Schankwirtschaft "Großenhainer Hof". Ein Jahr später entstand die Kleingartensparte "Dorndorf e.V.", 1915 die Sparte "Heidegruß" mit Vereinsheim und 35 Gärten. Zu den jüngsten Gebäuden der Heidestraße gehören die städtische Kita "Haus der Kinder" (erbaut 2005) und eine weitere 2015 eröffnete Kindertagesstätte (Nr. 35).

Mälzerei (Nr. 1-3): Das Unternehmen wurde am 6. April 1889 unter Übernahme der bereits seit 1885 bestehenden Malzfabrik Paul König gegründet und firmierte um 1900 als Dresdner Malzfabrik AG vorm. Paul König. Hergestellt wurde vorrangig Braumalz für verschiedene Brauereien, aber auch Malzextrakt und Malzkaffee. 1922 erfolgte nach Übernahme der Woldemar Schmidt GmbH eine Umbenennung in Mitteldeutsche Spritwerke AG, 1926 in Woldemar Schmidt AG. Am 28. Mai 1931 wurde die Firma Dresdner Malzfabrik AG ins Handelsregister eingetragen.

Ebenso wie viele andere private Unternehmen erfolgte auch bei diesem Betrieb nach 1945 die Umwandlung in Volkseigentum und die Zusammenlegung mit anderen Betrieben der Branche. Unter der Bezeichnung VEB Vereinigte Mälzereien wurden noch bis 1990 an der Heidestraße Malz und Malzextrakte produziert. Nach Einstellung der Produktion und Umbau der Gebäude öffnete hier am 1. Dezember 1990 mit dem Warenhaus Mälzerei eines der ersten größeren Dresdner Einkaufszentrum nach der Wende. In dem Komplex befinden sich heute mehrere Märkte, Shops und Restaurants (Foto). Eine Erweiterung zur Großenhainer Straße ist geplant.

Druck- und Verlagshaus (Nr. 2-10): Der Gebäudekomplex zwischen Heidestraße, Riesaer und Großenhainer Straße entstand 1940/41 als Zweigbetrieb der Zeiss-Ikon AG und erhielt den Namen Goehle-Werk. In dem von Georg Rüth und Emil Högg projektierten Stahlbetonbau wurden bis zum Kriegsende Zubehörteile für die Flugzeugindustrie und den U-Boot-Bau hergestellt, wobei auch zahlreiche Zwangsarbeiter eingesetzt waren. Auftraggeber für den Bau war das Oberkommando der Kriegsmarine, wobei die Gebäude durch ihre Bauweise als "bombensicher" galten. Die Namensgebung erfolgte nach dem Konteradmiral Herbert Goehle (1878-1947).

Da die Gebäude 1945 unzerstört blieben, wurde hier im August 1945 die Druckerei der “Sächsischen Volkszeitung” untergebracht. 1946 übernahm der Verlag der “Sächsischen Zeitung” den Komplex und nutzte diesen bis 1996 als Verlagshaus und Druckerei. 2013 bezog der Kulturverein “Friedrichstadt zentral” die leerstehenden Gebäude und möchte diese künftig zu einem Kreativzentrum mit Ateliers, Künstlerwerkstätten und Wohnungen ausbauen. Dafür wurde eigens die Dresdner Kulturgenossenschaft “ZentralWerk” gegründet, die das Haus in Erbpacht übernahm und ab 2015 bezog. Die Gebäudeflügel an der Großenhainer Straße beherbergen als Gewerbehof verschiedene Unternehmen.

Kulturhaus (Nr. 2): Das Gebäude an der Heidestraße wurde als Versammlungsort des Goehle-Werkes gebaut und diente nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis März 1946 als Varietétheater “Scala”. Nach Schließung des privaten Theaters übernahm die “Sächsische Zeitung” den Bau und richtete hier ein Betriebskulturhaus ein. In dem ab 1953 “Karl-Herrmann-Saal” genannten Veranstaltungsraum fanden betriebliche und kulturelle, aber auch einige wichtige politische Veranstaltungen statt, u. a. die letzte Landeskonferenz der KPD und die Gründung der sächsischen FDJ. Am 7. Juli 1956 gaben die beiden Dresdner Musiker Günter Hörig und Karlheinz Drechsel hier das erste öffentliche Jazzkonzert in der DDR. Namensgeber des 900 Personen fassenden Saals war der Redakteur Karls Herrmann (1889-1952), der ab 1924 Redakteur der KPD-Zeitung "Echo des Ostens" in Königsberg war und 1946 zu den ersten Redakteuren der "Sächsischen Zeitung" gehörte. Nach der Wende dienten die leer stehenden Räume zeitweise als Quartier eines Möbel- und Gebrauchtwarenhandels. Künftig wird das Haus Teil des "Zentralwerk"-Konzeptes.

Purotex (Nr. 36): Ursprünglich wurden die heute nicht mehr vorhandenen Gebäude von der Wäschemanufaktur Grohmann und Senf genutzt, bevor hier nach 1945 die volkseigene Großwäscherei Purotex ihren Hauptsitz bezog. Das Unternehmen ging aus der Paul Märksch AG hervor, welches seinen Stammsitz ursprünglich an der Schandauer Straße 46 hatte. Nach der Enteignung 1946 erfolgte eine Zusammenlegung mit anderen Dresdner Wäschereibetrieben und die Verlegung der Firmenleitung nach Pieschen (Werk I). Zweigbetriebe gab es u.a. in der Friedrichstadt, in Trachau und in der Wilsdruffer Vorstadt, Annahmestellen im gesamten Stadtgebiet. Bis 1990 gehörte Purotex zum VEB Textilreinigungskombinat Dresden und wurde 1993 von der Bardusch-Gruppe übernommen. Die Zentrale wurde daraufhin zur Rosenstraße verlegt und der Betrieb auf der Heidestraße geschlossen. 1996 erfolgte der Abriss.


Hubertusstraße

Die Hubertusstraße geht auf einen alten Verbindungsweg zurück, der vom Pieschener Ortskern in nördlicher Richtung nach Trachenberge führte, wo einst auch Pieschener Bauern Weinberge besaßen. Der Name erinnert an den Schutzpatron der Jäger, den 743 heilig gesprochenen Bischof  Hubertus von Lüttich, und entstand vermutlich wegen der Nachbarschaft der Straße zum Heidewald. 1884 wurde im südlichen Teil unmittelbar an der Bahnbrücke der Markusfriedhof angelegt. Die heute als Verkehrsknotenpunkt wichtige Kreuzung Hubertusstraße / Großenhainer Straße trägt seit dem 19. Jahrhundert den Namen Hubertusplatz. Hier steht seit 1997 die Seniorenresidenz “Alexa” mit fünf modernen Gebäuden. Zuvor wurde das Gelände von einer Tankstelle und dem Spielwarenhersteller “Prefo” genutzt.

Hubertus-Hof: Die Gaststätte entstand in Anlehnung an den Namen Hubertusstraße im Eckhaus Großenhainer Straße 154  und gehörte jahrzehntelang zu den typischen Pieschener Arbeiterlokalen. Zuletzt von der HO betrieben und 1991 privatisiert, wurde der Hubertushof Mitte der 1990er Jahre geschlossen. 2000 zog mit dem “Little Habana” eines der ersten kubanischen Lokale Dresdens in die Räume. 2003 zog hier die Szenekneipe “Coyote”, betrieben vom ehemaligen “Dynamo”-Torwart Ignac Kresic ein.

Kleiststraße

Die Kleiststraße entstand Ende des 19. Jahrhunderts beim Bau einer Arbeiterwohnsiedlung im Norden der Pieschener Flur. Mit der Namensgebung wird an den deutschen Dramatiker Heinrich von Kleist (1777-1811) erinnert. Kleist gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Spätklassik und verfasste zahlreiche Dramen und Lustspiele. Im Haus Nr. 10 hatte früher die Firma G. Heyde KG - Werkstätten für Feinmechanik und Optik ihren Sitz.

Konkordienstraße

Die Konkordienstraße, die sowohl über Pieschener als auch Neudorfer Flur führt, ist Teil des bereits im Mittelalter existierenden Bischofsweges, der von den Bischöfen bis 1559 auf ihrem Weg von Meißen über Briesnitz nach Stolpen genutzt wurde. 1866 erhielt dieser Weg auf Neudorfer Flur den Namen Concordienstraße, während der Pieschener Teil noch bis zur Eingemeindung Elbstraße genannt wurde. Erst 1906 setzte sich die heutige Schreibweise Konkordienstraße für den gesamten Straßenzug durch. Die Bezeichnung erinnert an die 1577 von Kurfürst August verfasste kirchliche “Concordienformel”, die zur “Eintracht in orthodoxer Rechtgläubigkeit” aufrief und als “Grundgesetz” der lutherischen Lehre gilt. Mit dem Erlass sollte der nach Luthers Tod entstandene Konflikt zwischen streng lutherischen Gläubigen und den eher gemäßigten Anhängern Melanchtons beigelegt werden. Der Name wurde auch auf den angrenzenden Konkordienplatz sowie die 1875 errichtete, heute jedoch nicht mehr existierende Concordienbrücke über die Bahnanlagen übertragen.

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begann die Bebauung der Konkordienstraße mit meist mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshäusern. In der Nr. 48 befand sich im früheren Lokal “Zum Turnergarten” bis 1933 das Parteihaus der KPD im Dresdner Nordwesten, welches nach der nationalsozialistischen Machtübernahme als “Braunes Haus” Sitz der NSDAP-Ortsgruppe wurde. Weitere Gebäude beherbergten kleinere Läden, Handwerksbetriebe und die Gaststätte “Concordia” (Nr. 4). 1881 entstand auf dem Grundstück Nr. 12 das Schulhaus der VIII. Bezirksschule (heute 8. Grundschule). Ab 1894 befand sich auf der Konkordienstraße auch der erste Sitz der Dresdner Konsumgenossenschaft.

Kleingartenverein “Concordia”: Die Gartensparte wurde als eine der ersten in Dresden im Jahr 1900 unmittelbar am damaligen Concordienplatz angelegt. Auch nach dem Wechsel der Schreibweise des Straßennamens vom “C” zum “K” behielt der Verein seinen Namen aus Traditionsgründen bei. Nutzer der ca. 25 Parzellen waren zumeist Arbeiter, Handwerker und Kleinunternehmer der benachbarten Wohnviertel, die sich hier der Eigenversorgung mit Obst und Gemüse widmeten. Außerdem war der Verein bis in die 1950er Jahre Veranstalter eines alljährlichen Festumzugs durch die Pieschener Straßen. Eine nach 1990 geplante teilweise Inanspruchnahme des Areals für ein Straßenbauprojekt kam nicht zustande.

Leipziger Straße

Leisniger Straße

Die einst als Ringstraße bezeichnete Straße entstand im Zusammenhang mit der zunehmenden Bebauung der Pieschener Flur und bildet den nördlichen Abschluss des Ortskerns in Richtung Bahnlinie. Nach der Eingemeindung wurde sie nach der Kleinstadt Leisnig bei Döbeln in Leisniger Straße umbenannt. 1856 war in diesem Gebiet die Pieschener Windmühle erbaut worden, welche allerdings nur bis 1877 existierte.

1905 wurde an der Leisniger Straße die V. Katholische Bezirksschule (Nr. 76) errichtet, die heute von einer Schule für Lernbehinderte genutzt wird (Foto). Zugleich gab es hier eine privat finanzierte Kinderbewahranstalt der Baronin-von-Knorring-Stiftung. Das Gebäude Leisniger Straße 53 diente einst als Vereinshaus des Allgemeinen Turnvereins Dresden-Pieschen. Seit vielen Jahren befindet sich hier die bekannte Tanzschule Graf. An der Fassade erinnert ein Relief des “Turnvaters” Jahn an die einstige Nutzung. Im heute nur noch als Wohnhaus genutzten Gebäude Leisniger Straße 12 gab es früher die Gaststätte “Zum Grundstein”, welche ursprünglich “Restaurant Zirkel” genannt wurde.

Tanzschule Graf: Die Geschichte der wohl bekanntesten Dresdner Tanzschule begann in den 50er Jahren, als die Turniertänzer Werner und Elfriede Graf ihre ersten Anfängerkurse durchführten. Beide waren ab 1954 als Tanzlehrer tätig und übernahmen zwei Jahre später das Training des Dresdner Tanzkreises “Schwarz/Gelb”. Zunächst fanden die Kurse in der “Kakadu-Bar” am Weißen Hirsch statt, bevor 1958 die Räume des ehemaligen Pieschener Turnvereins auf der Leisniger Straße 53 bezogen werden konnten. Neben der Ausbildung von jungen Turniertänzern nahm das Paar auch selbst an zahlreichen Turnieren im In- und Ausland teil und konnte mehrere Meistertitel erringen. Sohn Rainer Graf, der 1964 seine Tanzlehrer-Prüfung ablegte, setzt diese Tradition bis heute fort. Die Tanzschule ist auch Mitinitiator des seit 1970 durchgeführten Tanzfestivals in Dresden. 1996 erfolgte eine umfassende Sanierung des Gebäudes (Foto unten rechts).

 

Fotos: Blick in die Leisniger Straße - rechts das Gebäude des Pieschener Turnvereins (Tanzschule Graf)

Mohnstraße

Die Mohnstraße verdankt ihren Namen dem früheren Pieschener Lehrer Gottlieb Mohn (1811-1881), der 48 Jahre an der Pieschener Schule tätig war. Ihren Namen erhielt sie 1889. Hier befand sich einst das größte Bauerngut Pieschens (Nr. 46), welches auch als Bischofsgut bekannt war. Ursprünglich gehörte es zum Besitz der Meißner Bischöfe, die es als Raststätte auf dem Weg von Meißen nach Stolpen nutzten. 1899 wurde das Gut zugunsten eines Wohn- und Geschäftshauses abgerissen, in dem sich später viele Jahrzehnte die Gaststätte “Mohnklause” befand.

Oschatzer Straße

Osterbergstraße

Die Osterbergstraße, bis zur Eingemeindung Pieschens Bergstraße genannt, wurde 1877 angelegt und führte zum Zeitpunkt ihrer Entstehung noch durch Weinberge der Pieschener Bauern. Nach der Jahrhundertwende entstanden auch hier mehrstöckige Mietshäuser. 1879 entstand hier das heute von der 26. Grundschule genutzte Schulhaus.

Foto:Polizeiwache Osterbergstraße 2010

Pestalozziplatz

Der 1910 an Stelle einer früheren Kiesgrube angelegte Platz an der Großenhainer Straße trug ursprünglich den Namen Riesaer Platz, wurde jedoch am 18. Dezember 1945 in Pestalozziplatz umbenannt. Der Name erinnert an den bedeutenden Reformpädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), der in seiner 1775 in Birr (Schweiz) gegründeten Erziehungsanstalt neue humanistische Bildungsideale realisierte. Er gilt als Wegbereiter des Volksschulwesens und der modernen Pädagogik.

Um den parkartig gestalteten Pestalozziplatz stehen mehrgeschossige Mietshäuser aus der Zeit um 1900. An der Nordwestseite befand sich früher die beliebte volkstümliche Kneipe “Kanonenschänke” (Foto) , die jedoch schon viele Jahre geschlossen ist. Markantestes Gebäude ist der von Hans Erlwein 1910 entworfene Schulbau der XI. Bürgerschule, der seit 1992 vom Pestalozzi-Gymnasium genutzt wird. Nach 1945 hatte hier zeitweise die sowjetische Stadtkommandantur ihren Sitz.

Rehefelder Straße

Die heutige Rehefelder Straße, einst Triebe genannt und für den Viehauftrieb der Pieschener Bauern genutzt, erhielt nach ihrem Ausbau Ende des 19. Jahrhunderts den Namen Wasastraße. Mit dieser Namensgebung sollte das schwedische Königshaus, insbesondere die aus dieser Familie stammende sächsische Königin Carola geehrt werden. Um Verwechslungen mit einer gleichnamigen Straße in Strehlen zu verhindern, erfolgte im Zusammenhang mit der Eingemeindung Pieschens die Umbenennung in Rehefelder Straße. Der kleine Ort im Osterzgebirge in der Nähe von Altenberg ist Standort eines Jagdschlosses der Wettiner und bot sich wegen seinem Bezug zur Jagd als Namensgeber der Straße an. Neben Wohnhäusern entstand hier 1910 die katholische St.-Josephs-Kirche.

Riesaer Straße

Die Riesaer Straße wurde Ende des 19. Jahrhunderts parallel zum Bahndamm angelegt und führt an zahlreichen Industriebetrieben vorbei. U. a. hatte hier seit 1900 die bekannte Küchenmöbelfabrik Eschebach ihren Sitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte der VEB Kartonagenindustrie Dresden (später VEB Polypack) die Gebäude. Anfang der 1990er Jahre wurden die zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Industriebauten saniert. Später dienten diese zeitweise als Sozialrathaus der Stadt Dresden.

Zwischen 1991 und 1993 entstand außerdem ein moderner Büro- und Geschäftskomplex an der Riesaer Straße 5-7. An Stelle der gesprengten alten Malzfabrik errichtete die Frankfurter Firma Calliston GmbH  einen Neubau mit einem markanten Büroturm (Foto). Hier sind heute verschiedene Firmen untergebracht; außerdem gibt es mehrere Geschäfte und Gaststätten.

Robert-Matzke-Straße

Die heutige Robert-Matzke-Straße war ursprünglich Teil eines Verbindungsweges, welcher von Pieschener Ortskern zum St.-Pauli-Friedhof und weiter in die Dresdner Heide führte und deshalb Heidestraße genannt wurde. 1892 erhielt der westliche Abschnitt dieses Weges bis zur Bahnlinie die Benennung Moltkestraße. 1897 wurde die Namensgebung auf den Abschnitt bis zur Leipziger Straße ausgedehnt. Helmuth Graf von Moltke (1800-1891) war Generalfeld- marschall in der preußischen Armee und gilt als einer der bedeutendsten Militärführer des 19. Jahrhunderts. 1871 ernannte ihn die Stadt Dresden zum Ehrenbürger.

Am 1. Juli 1946 wurde die Moltkestraße wegen ihres militärischen Bezugs in Robert-Matzke-Straße umbenannt. Robert Matzke (1884-1943) gehörte seit 1920 der Pieschener Ortsgruppe der KPD und der “Roten Hilfe” an und war nach 1933 im illegalen Widerstand gegen die NS-Herrschaft aktiv. Mehrfach verhaftet und verurteilt, verstarb er 1943 an den Folgen eines Gestapo-Verhörs im Dresdner Polizeigefängnis.

An der Robert-Matzke-Straße haben sich, wie auch in Altpieschen, noch Reste des früheren Dorfkerns erhalten. Am 1803 errichteten Haus Nr. 34 (Foto) erinnert ein offener Laubengang zur Hofseite mit Weinspalier an den früheren Weinbau im Ort. 1925 errichtete eine Baugesellschaft zwischen Moltke- und Wurzener Straße eine Wohnsiedlung in Anlehnung an den Bauhausstil, wobei der Architekt Hans Richter für die Pläne verantwortlich zeichnete.

 

Die Rückertstraße entstand um 1890 im Nordteil der Pieschener Flur, als hier eine kleine Arbeitersiedlung errichtet wurde. Ihren Namen erhielt sie nach dem spätromantischen Dichter Friedrich Rückert (1788-1866). Rückert verfasste vor allem lyrische Werke, die als “Hauspoesie” seinerzeit sehr beliebt waren.

Die noch erhaltenen Wohnhäuser wurden in den letzten Jahren saniert. Bemerkenswert sind die zwischen 1913 und 1920 entstandenen “Palmié-Häuser” des Dresdner Spar- und Bauvereins zwischen Rückert-, Maxim-Gorki- und Hans-Sachs-Straße

 

Schiffsstraße

Die schmale Schiffsstraße verlief einst zwischen Leipziger und Mohnstraße in der Nähe des alten Dorfkerns. Ihren Namen verdankte sie den hier ansässigen Elbschiffern . Bereits kurz nach 1900 begann der Abriss der meisten Gebäude, da diese nicht mehr den Anforderungen genügten. Nach 1990 wurde die Fläche mit dem neuen Pieschener Stadtteilzentrum “Elbcenter” bebaut.

Die Seumestraße in der Nähe des Trachenberger Platzes wurde um 1890 angelegt, als hier eine kleine Wohnsiedlung entstand. Die Straßen der nach einheitlicher Konzeption errichteten Anlage erhielten ihre Namen nach bekannten deutschen Dichtern: Heinrich von Kleist, Hans Sachs, Friedrich Rückert und Johann Gottfried Seume. Seume lebte von 1763 bis 1810 und wurde vor allem durch seinen “Spaziergang nach Syrakus” bekannt.

Torgauer Straße

Die heutige Torgauer Straße trug ursprünglich den Namen Hafenstraße, da sie am 1856-59 angelegten Pieschener Elbhafen endete. Erst nach der Eingemeindung Pieschens erfolgte die Umbenennung in Torgauer Straße nach der Stadt Torgau an der Elbe. Hier befand sich einst auch der alte Dorfgasthof (Nr. 18a), der um 1900 Schauplatz für Konzerte, Bälle und politische Versammlungen war. Ein weiteres Lokal befand sich auf der Torgauer Straße 38 und wurde später zu gewerblichen Zwecken umgebaut. Das unter Denkmalschutz stehende Wohnhaus Nr. 25 war zwischen 1902 und 1932 Domizil des Postamtes Dresden N 22 und lässt noch heute seine frühere Bestimmung erkennen. Später diente bis zur Schließung 1991 das Haus Nr. 31 an der Ecke zur Osterbergstraße als Postdienststelle.

Gasthof Pieschen: Die Gaststätte entstand 1883 auf der damaligen Hafenstraße (heute Torgauer Straße 38) und besaß neben  Gast- und Vereinsräumen einen großen Ballsaal. Obwohl sich das Lokal anfangs großer Beliebtheit bei den Pieschenern erfreute, wurde das Ballhaus Pieschen bereits 1898 wieder geschlossen. Grund war die Entstehung weiterer Vergnügungsstätten in der Umgebung, insbesondere die Eröffnung des “Ballhauses Watzke” in Mickten.

1925 übernahm die 1894 gegründete Maschinenfabrik Richard Krautwald die Räume und nutzte diese für ihre Produktion. Das traditionsreiche Unternehmen stellte im früheren Ballsaal u. a. Verpackungsmaschinen für Papier und Kartonagen sowie für die Herstellung von Papptellern für den Imbißverkauf her. 1972 wurde der Betrieb verstaatlicht und als VEB Sondermaschinenbau KARTOPLAST weitergeführt. Erst 1990 erhielten die Alteigentümer ihre Firma zurück und übergaben diese 2004 an eine neue Geschäftsführung. Zwei Jahre später musste der Betrieb jedoch Insolvenz anmelden. Danach stand das Gebäude leer. 2011/12 nutzte es eine Pieschener Kulturinitiative als Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Künftig ist auf dem Grundstück ein Neubau mit Eigentumswohnungen geplant.

Der Trachenberger Platz sowie die angrenzende Trachenberger Straße wurden im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts auf zuvor gartenbaulich genutztem Gelände angelegt. Bis zur Jahrhundertwende entstanden hier mehrgeschossige Wohn- und Geschäftshäuser, darunter die frühere Gaststätte “Wettinschlößchen” an der Einmündung Großenhainer Straße. Ab 1891 verkehrte die Straßenbahn über den Trachenberger Platz zum nahegelegenen Betriebshof Trachenberge, in dem heute auch das Dresdner Straßenbahnmuseum sein Domizil hat. 

Zwischen 1890 und 1895 wurde das Areal zwischen Trachenberger Platz und Marienhofstraße (heute Maxim-Gorki-Straße) mit einer kleinen Arbeiterwohnsiedlung bebaut, wobei die neu angelegten Straßen Namen deutscher Dichter erhielten. 1907 eröffnete in einem dieser Gebäude die Barbara-Apotheke, an deren ersten Besitzer Looß noch ein Jugendstilfenster erinnert. Obwohl das Gebiet rund um den Trachenberger Platz zur Pieschener Flur gehört, wird es heute oft zu Trachenberge gerechnet.

In den Zwanziger Jahren wurde in unmittelbarer Nähe des Trachenberger Platzes ein Sportplatz mit Casino angelegt, welcher vom Fußballverein “Sportfreunde 01” genutzt wurde. Der Verein war durch Zusammenschluss der Vereine “Brandenburg Dresden”, “Ring-Greiling” und “Rasensport” entstanden und existierte bis 1945. Nach dessen Auflösung wurde der Platz in eine Grünanlage mit Kinderspielplatz umgewandelt. Im ehemaligen Casino befand sich noch bis 1992 eine Imbissgaststätte. Mitte der  1990er Jahre war hier der Bau eines nie realisierten Stadtteilzentrums geplant.

Trachenberger Straße

Ebenso wie der angrenzende Trachenberger Platz wurde auch die Trachenberger Straße Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und mit mehrgeschossigen Wohnhäusern bebaut. 1892 entstand hier der Straßenbahnhof Trachenberge, zunächst als Depot der Pferdebahn. Die mehrfach erweiterte und modernisierte Anlage dient bis heute ihrem Zweck und ist zugleich Verwaltungssitz der Dresdner Verkehrsbetriebe und Domizil des Straßenbahnmuseums.

 

Titania-Lichtspiele: Das Kino im Hintergebäude der  Trachenberger Straße 15 entstand kurz vor dem Ersten Weltkrieg  als Kinematographisches Theater in einigen zuvor von der “Ossa Elektrizitätsgesellschaft mbH” genutzten Räumen. Erstmals ist es im Adressbuch von 1914 unter dem Namen “Weltspiegel” verzeichnet und befand sich damals im Besitz des Radebeulers  Bernhard Schindhelm. Das kleine Kino besaß 270 Plätze und wurde um 1930 in “Titania-Lichtspiele”, im Volksmund liebevoll als “Titti” bezeichnet, umbenannt. 1958 endete der Kinobetrieb. Die Räume dienten danach als Kfz-Werkstatt. Im Nachbarhaus entstand nach 1990 die originelle Gaststätte “Agatha´s Bistro Who dun it?”, deren Ausstattung von Romanen der englischen Kriminalschriftstellerin Agatha Christie inspiriert war.

 

Wurzener Straße

Die Wurzener Straße wurde in den 20er Jahren angelegt und nach der Kleinstadt Wurzen bei Leipzig benannt. In diesem damals noch weitgehend unbebautem Gebiet lagen neben Kleingärten auch die Sportplätze des Pieschener Arbeiterturnvereins. Um 1925 entstand nach Entwürfen Hans Richters eine moderne Wohnsiedlung im Bauhausstil. 1928 wurde das Sachsenbad eröffnet, 1929 auf dem Nachbargrundstück das Gebäude der Städtischen Bibliothek. Weitere Wohnblocks folgten bis 1939 im Bereich Wurzener / Dahlener Straße. Die frühere Bürgerschule Wurzener Straße diente später viele Jahre als Poliklinik.

 

Fotos: Hans-Richter-Wohnsiedlung an der Wurzener Straße (links) und die jetzt als
Ärztehaus genutzte ehemalige Bürgerschule (rechts)


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