Eliasfriedhof






Historische Grabstellen auf dem Eliasfriedhof (Bilder von Susanne Homann 1911)


Grabstellen bedeutender Persönlichkeiten

von Caspar David Friedrich entworfene Grabsteine

Grab von Johann Gottlieb Naumann

Grab von Wilhelm Gotthelf Lohrmann

Grab der
"Gustel von Blasewitz"

Der Eliasfriedhof entstand ursprünglich als Pest- und Seuchenfriedhof am äußersten Rand der Pirnaischen Vorstadt und wurde 1680 eröffnet. Kurz zuvor hatte es in Dresden eine große Pestepedemie mit über 5000 Toten gegeben, welche zur Überlastung der bestehenden Friedhöfe geführt hatte. Da die bestehenden Begräbnisplätze innerhalb der Stadtmauern nicht mehr erweitert werden konnten, ordnete Kurfürst Johann Georg II. die Anlage eines Pestfriedhofes weit vor den Toren der Festung an. Nach dem biblischen Propheten Elias aus dem Alten Testament, der zu dieser Zeit als Schutzpatron gegen die Blattern galt, erhielt er den Namen Eliasfriedhof.

Für den Bau erwarb die Stadt für 40 Gulden zwei Scheffel Land aus dem Besitz des Dresdner Bürgermeisters Vieger. Die Fläche wurde mit einer vier Meter hohen Sandsteinmauer umgeben und so von den angrenzenden Ziegelwiesen abgetrennt. Anfangs wurden die an der Pest Verstorbenen in schlichten Massengräbern beerdigt. Nach Abklingen der Seuche und Freigabe des Areals für reguläre Beerdigungen kamen dann auch Einzelgräber hinzu. Schon bald erwies sich der zunächst vorrangig als Begräbnisort für ärmere Stadtbewohner genutzte Eliasfriedhof jedoch als zu klein. Mit Genehmigung Augusts des Starken erfolgte zwischen 1721 und 1725 durch Ratsbaumeister George Bähr eine Erweiterung des Eliasfriedhofes um weitere 4000 Quadratmeter. Anlass war die Schließung des alten Frauenkirchhofs und der dortigen "Schwibbögen" im Zuge des Neubaus der Frauenkirche.

Wenig später entstanden nach seinem Konzept an der nördlichen und westlichen Friedhofsmauer die ersten barocken Grufthäuser, da der Friedhof nun auch vom Dresdner Bürgertum als bevorzugter Begräbnisplatz genutzt wurde. Noch heute sind einige dieser schlichten Grüfte mit kunstvoll verzierten Schmiedegittern erhalten geblieben (Foto: Klemm (1906 - SLUB/Fotothek). In den oberen Grufträumen finden sich z.T. wertvolle Epitaphien und Gemälde, während die Särge in den darunterliegenden Gewölben ihren Platz fanden. Für die Gestaltung der Grabsteine des Friedhofs verpflichtete man oft renommierte Dresdner Künstler wie Johann Christian Kirchner, Franz Pettrich und Christian Gottlieb Kühn. Auch der Architekt Friedrich Thormeyer und der Maler Caspar David Friedrich entwarfen einige Grabgestaltungen. Erkennbar ist bis heute, dass deren Aufstellung keinem festen Regelwerk entsprach, sondern je nach Wunsch der Angehörigen erfolgte. Zu sehen sind deshalb zahlreiche Grabsteinformen, Sarkophage, Obelisken, abgebrochene Säulen, Sternenkränze, Mohnkapseln, Schmetterlinge und antike Symbole, die den Friedhof zu einem einzigartigen Zeugnis der Friedhofskunst des 18. und 19. Jahrhunderts machen.

Zu den zahlreichen Persönlichkeiten, welche auf dem Eliasfriedhof ihre letzte Ruhestätte fanden, gehören der Bildhauer Johann Christian Kirchner, der sächsische Oberhofprediger Christian Friedrich von Ammon, der Buchdrucker und Verleger Ernst Ehrenfried Blochmann, die Maler Johann Christian Clausen Dahl und Johann Christian Klengel, der Architekt Gottlob Friedrich Thormeyer (Foto), der Stadtrat und Stifter Justus Güntz, der Technikprofessor Wilhelm Gotthelf Lohrmann und die Senatorin Justine Renner ("Gustel von Blasewitz").

Auf Grund eines medizinischen Gutachtens beschlossen die Stadtverordneten 1864 nach längerer Diskussion die Schließung des Eliasfriedhofs. Am 30. Juni 1876 fand die letzte Beerdigung statt. Danach diente er noch einige Jahre als Andachtsstätte für die Hinterbliebenen. Zunehmend kam es jedoch zum Verfall der alten Grüfte und Grufthäuser, so dass bereits 1910 erste Pläne zur Restaurierung des kulturhistorisch bedeutenden Friedhofes erarbeitet wurden. Schon 1890 hatte man einige einsturzgefährdete Grufthäuser an der Westmauer beseitigt, weitere um 1930.

1916 war hier die Errichtung einer monumentalen Kriegergedächtnisstätte für gefallene Dresdner geplant. Der Einspruch zahlreicher Künstler verhinderte dieses Vorhaben. Stattdessen sollte die Anlage nach einem städtebaulichen Wettbewerb unter Erhalt der wertvollen Grüfte neu gestaltet werden. Leider wurden diese Pläne jedoch nicht weiter verfolgt. Ab 1924 war aus Sicherheitsgründen das Betreten des Friedhofs nur noch eingeschränkt möglich. Am 18. Juli 1928 wurde die Anlage baupolizeilich komplett gesperrt. Erst 1937 kam es zu einigen Sicherungsarbeiten durch das Landesamt für Denkmalpflege.

Weitere Schäden entstanden durch den Luftangriff 1945, dem die Dächer der verbliebenen Grufthäuser, mehrere Grabstätten und das Totenbettmeisterhaus an der Ziegelstraße zum Opfer fielen. Zu DDR-Zeiten gab es Pläne, den denkmalgeschützten Eliasfriedhof unter Einbeziehung der wertvollsten Grabstellen in eine öffentliche Parkanlage umzugestalten. Dabei war u.a. die Abtragung der Umfassungsmauer vorgesehen, die bereits zuvor am Güntzplatz einer Straßenverbreiterung weichen musste. Ernsthafte Sanierungsarbeiten begannen jedoch erst nach 1990. Unter Mithilfe eines 1998 gegründeten Fördervereins, privater Spender und ehrenamtlicher Mitarbeit von Schülern des St.-Benno-Gymnasium gelang es, Teile des Friedhofes wieder zugänglich zu machen, wertvolle Grabdenkmale zu sichern und einige davon zu restaurieren. Heute steht der gesamte Eliasfriedhof als Denkmal der Sozial- und Kulturgeschichte unter Schutz und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. 2015 wurde er in das Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" der Bundesregierung aufgenommen.

 

Gräber bedeutender Persönlichkeiten:

Von den zahlreichen künstlerisch bzw. historisch bedeutsamen Grabstellen sollen hier nur einige näher beschrieben werden. In der Tabelle sind diese und weitere Gräber aufgeführt. Ein Infoprospekt mit Übersichtsplan ist vor Ort erhältlich.

Familiengrabstätte Weinlig: Zu den älteren Begräbnisstätten des Eliasfriedhofs gehört die Familiengruft der Familie Weinlig an der Friedhofsmauer. Das Grufthaus Nr. 37 war 1740 vom Rat der Stadt Dresden kostenlos für ihren Ratsherren und Syndikus Christian Weinlig (1681-1762) zur Verfügung gestellt worden. Der ab 1703 in der Stadt tätige Advokat wurde 1744 zum Bürgermeister ernannt und gehörte bis zu seinem Tod 1762 dem städtischen Rat an. Bis 1873 fanden 52 Angehörige der weitverzeigten Familie in dieser Gruft Aufnahme.

Johann Gottlieb Naumann (1741-1801): Am mittleren Längsweg steht im Feld D eine abgebrochene griechische Säule mit angelehnter Gedenktafel und dem Sarkophag des Komponisten Johann Gottlieb Naumann. Schöpfer der beeindruckenden Grabstelle ist der Bildhauer Frank Pettrich. Naumann erhielt seine musikalische Ausbildung in Italien und wirkte nach seiner Rückkehr als Hofkapellmeister in Dresden. Sein Einkommen erlaubte ihm 1776 den Bau einer Villa in Blasewitz, die jedoch 1945 den Bomben zum Opfer fiel. Ein Abguss der verwitterten Grabplatte befindet sich seit 1997 in der Loschwitzer Kirche. Die Inschrift darauf stammt von Christian Gottfried Körner.

Franz Volkmar Reinhard (1753-1812): Der Theologe Franz Volkmar Reinhard studierte in Wittenberg und kam 1792 nach Dresden, um hier das Amt des Oberhofpredigers zu übernehmen. Neben seinen kirchlichen und verwaltungstechnischen Aufgaben im Schul- und Universitätswesen Sachsens verfasste er auch zahlreiche Predigtbände. Nach seinem Tod wurde er 1812 zunächst auf dem Johannisfriedhof beigesetzt. 1825 ließ seine zweite Ehefrau Ernestine, geb. von Charpentier die sterblichen Überreste auf den Eliasfriedhof umbetten und fand vier Jahre später auf eigenen Wunsch im gleichen Grab ihre letzte Ruhestätte.

Verbunden mit dem Grab des Ehepaares Reinhard ist die unmittelbar daneben liegende Begräbnisstätte in annähernd gleicher Ausführung. Peter Carl Wilhelm von Hohenthal-Königsbrück (1754-1825), königlich-sächsischer Conferenzminister hatte nach Reinhards Tod dessen Witwe geheiratet. Als er 1825 starb, ließ seine Frau ihn neben seiner ersten Gemahlin Christiane Sophie, geb. von Watzdorf, beerdigen und erwarb für sich und ihren verstorbenen ersten Mann das Nachbargrab. Graf Hohenthal, der auch als Stifter tätig war, stiftete das nach ihm benannte Hohenthalhaus in der Friedrichstadt.

Johann Christian Klengel (1751-1824): Zu den erhaltenen Grabdenkmalen des Eliasfriedhofes gehört auch die aus einer runden Säule mit quadratischer Deckplatte und Sternenkranz bestehende Grabstätte des Landschaftsmalers Johann Christian Klengel. Klengel studierte an der Dresdner Kunstakademie und war ab 1800 dort Professor. Hauptsächlich schuf er Landschaftsbilder und Radierungen und beeinflusste maßgeblich die Entwicklung der romantischen Malkunst in Deutschland.

Neben dem Maler liegt sein Sohn August Stephan Alexander Klengel (1783-1852) begraben. Er begleitete ab 1803 seinen Lehrer Mucio Clementi auf Konzertreisen durch Europa und war selbst ein gefeierter Klavierspieler und Komponist. 1817 übernahm er die Organistenstelle der Hofkirche und verfasste zudem mehrere Übungshefte für den Klavierunterricht.

Familiengräber Ulrici: Künstlerisch bemerkenswert ist eine Reihe von Grabdenkmalen im Sektor A, die Angehörigen der Familien Ulrici und Tittmann gehören. Unter einer Sandsteinplatte mit Sternenkranz ruht Johanne Elisabeth Ulrici (1750-1831). Links davon steht der in gotischen Formen gestaltete Grabstein für Dr. Christian Ulrici (1750-1825), entworfen von Caspar David Friedrich. Bibelsprüche und Trauersprüche zieren neben den Lebensdaten die Gräber. Ulrici arbeitete nach seinem Jurastudium in Leipzig und Wittenberg als Advocat in Dresden und brachte es zu einem erheblichen Vermögen. Einen Großteil davon stiftete der kinderlose Mann dem wohltätigen "Verein zu Rath und That".

Familiengräber Tittmann: Im Anschluss an die Grabsteine Ulricis folgen die der Familie Tittmann. August Tittmann (1774-1840) war Doktor der Philosophie und Medizin und zugleich königlich-sächsischer Bergrat. Der umfassend gebildete Gelehrte verfasste Fachbücher zur Chirurgie, Abhandlungen zu Heilpflanzen und ein Buch über die in der Bibel erwähnten Pflanzen mit eigenen Zeichnungen. Neben ihm ruht seine Frau Friederike Sophie Tittmann.

Johann Christian Kirchner (1691-1732): Zu den nicht mehr erhaltenen Grabstätten gehört die des Bildhauers Johann Christian Kirchner. Kirchner war Mitarbeiter Permosers und ab 1717 Hofbildhauer. Zu seinen Arbeiten gehören mehrere Plastiken im Großen Garten und der Epitaph Johann Friedrich Karchers in der Leubnitzer Kirche. Die einst vorhandene Grabplastik ist aus Denkmalschutzgründen eingelagert.

Carl August Böttiger (1760-1835): Zwei schlichte Grabplatten bedecken die Grabstelle des Hofrates Carl August Böttiger und seiner Frau Eleonore Caroline sowie dessen Mutter und einer Pflegetochter. Böttiger kam 1804 von Weimar nach Dresden und war hier Studiendirektor der königlichen Pagen und ab 1814 Oberinspektor des Antikenkabinetts. Der umfassend und vielseitig gebildete Mann gehörte zu den Förderern des geistig-wissenschaftlichen Lebens in Dresden und war maßgeblich an der Gründung des Sächsischen Kunstvereins beteiligt.

Carl Christian Seltenreich (1765-1836): Im Grufthaus Nummer 114 befindet sich die letzte Ruhestätte des Theologen Dr. Carl Christian Seltenreich. Der in Kamenz geborene Pfarrer übernahm 1822 das Amt eines Oberkonsistorialrates und Superintendenten der Kreuzkirche und arbeitete später in Leipzig und Torgau als Seelsorger. Neben zahlreichen Predigten und kirchlichen Schriften gehört seine Forschung über religiöse Melancholie und andere Geisteskrankheiten zu den seinerzeit vielbeachteten Werken aus dem Grenzgebiet zwischen Theologie und Medizin.

Wilhelm Gotthelf Lohrmann (1796-1840): Lohrmann war Sohn eines Dresdner Ziegelmeisters und wuchs ganz in der Nähe des Eliasfriedhofes in der Ratsziegelei an der Ziegelstraße auf. Später arbeitete er als Vermesser und war als Mitarbeiter der Kameralvermessungsanstalt an der Herstellung einer Karte des Elbstroms und den Vermessungsarbeiten der Eisenbahntrasse Dresden - Leipzig beteiligt. Am 1. Mai 1828 gehörte er zu den Gründern der Technischen Bildungsanstalt, Vorläufer der heutigen Technischen Universität. Das stark verfallene Grabmal Lohrmanns wurde 2008 mit Unterstützung des Wilhelm-Gotthelf-Lohrmann-Clubs und der TU saniert und der Stein dabei durch eine Kopie ersetzt.

Friedrich Gottlob Thormeyer (1775-1842): Das Grab des königlich-sächsischen Hofbaumeisters wurde von ihm selbst entworfen. Der aus vier Engeln und vier Schmetterlingen bestehende plastische Schmuck stammt von Christian Gottlieb Kühn. An allen vier Seiten der mit einem Kreuzdach abgeschlossenen Säule befinden sich Schrifttafeln, die Namen und Lebensdaten Thormeyers, seiner Frau Juliane Sophie (1780-1810) und seiner beiden Töchter Emilie Wagner (1802-1849) und Juliane Adelheid (1804-1817) nennen. Thormeyer schuf in Dresden u.a. die beiden Torhäuser des Großen Gartens und die Freitreppe zur Brühlschen Terrasse. In unmittelbarer Nachbarschaft des Thormeyer-Grabs befindet sich das seiner Eltern, gekennzeichnet mit einem seine Jungen nährenden Pelikan als Symbol aufopfernder Mutterliebe.

Familiengräber von Ammon: In diesen beiden Gräbern liegen der bedeutende sächsische Theologe Christoph Friedrich von Ammon (1766-1850) und sein Sohn Friedrich August von Ammon (1799-1861), Leibarzt des Königs, begraben. Beide Gräber sind ähnlich als Sarkophag mit einer Granitplatte als Gruftabdeckung gestaltet. Christoph Friedrich von Ammon übernahm 1813 das Amt des Oberhofpredigers in Dresden und führte 36 Jahre lang die sächsische Landeskirche. Als Professor der Philosophie und Theologie verfasste er zudem zahlreiche Schriften und galt als rhetorisch begabter Kanzelredner.

Ammons Sohn Friedrich August widmete sich hingegen der Medizin und war ab 1828 Professor der allgemeinen Pathologie und ab 1837 Königlich-sächsischer Leibarzt. Zu seinen wissenschaftlichen Verdiensten gehören seine wegweisenden Forschungen in der Augenheilkunde. Bekannt wurde er auch durch seine populärwissenschaftlichen Bücher über Säuglingspflege und Diätik.

Johanne Justine Renner (1763-1856): Zu den historisch interessanten Grabstätten des Friedhofs gehören die Grüfte der Familien Renner und Segedin aus der Biedermeierzeit. Johanna Justine Segedin war die Tochter eines aus dem Osmanischen Reich stammenden Soldaten, der seinen Lebensunterhalt als kurfürstlicher Leibjagdkutscher und Torwächter des Großen Gartens verdiente. Nach seinem frühen Tod übernahm Johannes Mutter den Gasthof Blasewitz, wo die junge Frau 1785 den Dichter Friedrich Schiller kennenlernte. Schiller setzte seiner Jugendfreundin später als "Gustel von Blasewitz" ein literarisches Denkmal. Neben ihr ruhen ihr späterer Ehemann, der Senator Christian Friedrich Renner (1755-1821), zwei gemeinsame Söhne und weitere Familienangehörige.

Johan Christian Clausen Dahl (1788-1857): Eine schlichte Grabplatte erinnert an den Landschaftsmaler und Professor der Kunstakademie Johan Christian Clausen Dahl. Dahl gilt als einer der bedeutendsten Maler der Romantik und war eng mit Caspar David Friedrich befreundet, in dessen Haus er ab 1823 lebte (An der Elbe 33). Zu seinen Verdiensten gehört auch die Rettung der Stabkirche Wang im schlesischen Riesengebirge. Auf Antrag der norwegischen Regierung wurden die sterblichen Überreste Dahls, seiner Frau Emilie von Block und des Sohnes Harald 1934 exhumiert und in seine frühere Heimat überführt.

Eduard Zeis (1807-1868): Markiert mit einem massiven Findling befindet sich am südlichen Längsweg im Flügel C das Grab des Mediziners Eduard Zeis, Oberarzt des Dresdner Stadtkrankenhauses. Zeis studierte in Leipzig Medizin und kam nach Zwischenstationen in Bonn, München und Marburg nach Dresden zurück. Hier gründete er die Kinderheilanstalt und war ab 1850 erster Oberarzt für äußere Krankheiten am neuen Friedrichstädter Krankenhaus. Außerdem verfasste er zahlreiche Fachbücher zur Chirurgie und katalogisierte diesen Fachbereich für die königliche Bibliothek.

Grabstätte

Todesjahr

Standort

Johann Georg Lichtenegger, General der Chevaliergarde August des Starken
(Grabplastik von J. Ch. Feige, 2019 restauriert)

1729

 

Johann Christian Kirchner, Hofbildhauer
(Grabmal von ihm selbst, später ins Palais des Großen Gartens verbracht

1732

 

Christian Weinlig, Bürgermeister (Grufthaus von George Bähr und J. Ch. Feige d. J.)

1762

Gruft 37

Christian Heinrich Voigt, Gold- und Silberfabrikant

1793

 

Christian Traugott Weinlig, Architekt

1799

Gruft 37

Johann Gottlieb Naumann, Hofkapellmeister und Komponist

1801

D 5.6

Franz Volkmar Reinhard, Theologieprofessor, Oberhofprediger

1812

C 9.3

Christian Ehregott Weinlig, Organist und Kreuzkantor

1813

Gruft 37

Johann August Giesel, Architekt, Hofbaumeister

1822

 

Johann Christian Klengel, Landschaftsmaler, Professor an der Kunstakademie

1824

A 2.3

Christian Ernst Ulrici, Rechtsanwalt und Stifter (Grabmal von Caspar David Friedrich)

1825

A 12.22

Peter Carl Wilhelm von Hohenthal-Königsbrück, Conferenzmister, Stifter des Hohenthalhauses

1825

C 9.2

Carl August Böttiger, Hofrat und Oberinspektor des Antikenkabinetts

1835

C 7.36

Carl Christian Seltenreich, Theologe, Superintendent der Kreuzkirche

1836

Gruft 114

Wilhelm Gotthelf Lohrmann, Astronom und Geodät, Gründer und erster Direktor der Technischen Bildungsanstalt (Grabstein 2008 erneuert)

1840

D 22.2

Johann August Tittmann, Bergrat, Mediziner und Gelehrter

1840

A 12.21

Gottlob Friedrich Thormeyer, Hofbaumeister

1842

C 5.32-34

Christoph Friedrich von Ammon, Oberhofprediger und Vizepräsident des evangelischen Landeskonsistoriums

1850

B 4.15

August Stephan Alexander Klengel, Komponist, Organist der Hofkirche

1852

A 2.4

Johanne Justine Renner, geb. Segedin ("Gustel von Blasewitz")

1856

D 10.1

Johan Christian Clausen Dahl, Landschaftsmaler, Professor an der Kunstakademie

1857

A 21.13

Friedrich August von Ammon, Leibarzt, Wegbereiter der Augenheilkunde

1861

B 4.14

Ernst Ehrenfried Blochmann, Buchdrucker und Verleger

1862

 

Eduard Zeis, Oberarzt am Stadtkrankenhaus Friedrichstadt

1868

C 5.42

Dr. Justus Friedrich Güntz, Stadtrat und Stifter, Besitzer des "Dresdner Anzeigers"

1875

 

Ludwig Pauli, Hofschauspieler

   

Johann Christian Schöttgen, Direktor der Kreuzschule, Chronist und Historiker

   

Karl Christian Tittmann, Superintendent der Kreuzkirche

   


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