Meinhold & Söhne






Der Verlag Meinhold & Söhne wurde am 28. Januar 1777 von Carl Christian Meinhold (1740-1827) auf der Moritzstraße in der Nähe des Neumarktes gegründet und befand sich in der Nachfolge bedeutender Dresdner Hofdruckereien. 1784 erhielt auch Meinhold dieses Privileg. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Druckerei zu einer der größten in Dresden und besaß umn 1800 15 Druckpressen. Hergestellt wurden neben Büchern und Flugblättern zeitweise (1814/1815) auch der "Dresdner Anzeiger". Ein Jahr später übergab er die Leitung der Druckerei seinen Söhnen Christian Immanuel, Carl Traugott und August Ferdinand Meinhold, was zur Umfirmierung in C. C. Meinhold & Söhne führte.

Nach dem Tod des Vaters und seiner beiden Brüder führte Christian Immanuel (1784-1861) das Geschäft allein. Zuvor hatte er ab 1806 bereits erste Erfahrungen als Leiter der Ratsbuchdruckerei gemacht. 1821 kam die von seinem Bruder Carl Traugott gegründete Steindruckerei zum Unternehmen. Auch Christian Immanuel Meinhold bezog später seine Söhne mit in seine Firma ein und machte sie 1855 zu Mitinhabern. Später übernahmen Nachkommen der Familie den Betrieb des Unternehmens.Mit der Geschäftsübernahme von Fritz Immanuel und Johannes William Meinhold 1893 wurden die Geschäftsräume von der Moritzstraße 15 in einen Neubau auf der Zinzendorfstraße 29 verlegt. Für das Gebäude hatten beide zuvor auch die Nachbargrundstücke Nr. 27 und 31 erworben und in den Neubau einbezogen.

Spezialisiert war der Verlag C.C. Meinhold & Söhne auf juristische Literatur und Schulbücher, aber auch auf hochwertige Litographien, Notendrucke und touristische Literatur. Zu den renommiertesten Druckaufträgen gehörte der Druck der ersten sächsischen Verfassung 1831 und verschiedener Dresdner Stadtführer (Bilder). Verlegt wurden aber auch Jugend- und Märchenbücher, viele Schriften des Sächsischen Altertumsverein sowie die kulturgeschichtliche Wochenzeitschrift "Sachsengrün", Wanderbücher und Landkarten. Der Verlag existierte bis zur Zerstörung aller Bauten, Maschinen und Lagerräume. Die offizielle Löschung aus dem Handelsregister erfolgte 1946.

 


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